Clubsterben in München – Das Harry Klein vor dem Aus

Das Harry Klein, der wohl berühmteste Techno-Club Münchens, steht vor dem Aus.

„Wir haben das ausgerechnet. Wenn die Situation so ist, wir haben ein bisschen Rücklagen gebildet – für Zukunftsinvestitionen – die würden uns ermöglichen bis August durchzuhalten. Bis August 2020“, erklärt der Geschäftsführer des Harry Klein, Peter Fleming.

Um nicht in Vergessenheit zu geraten, nutzt der Clubbetreiber die Corona-Zeit für Live-Stream Projekte. „Wir zeigen, dass es uns noch gibt“, sagt der Geschäftsführer.

Bis August und dann ist Schluss

Der Club in der Sonnenstraße 8, im Herzen der Stadt, hat seit Mitte März keine Einnahmen mehr.

„Dieses ganze Clubleben, das wofür man ja eigentlich lebt, das findet einfach nicht statt“, sagt Fleming. Die Corona-Beschränkungen seien für Clubs, aber auch für Gaststätten, kaum umsetzbar.

Das Problem des Clubsterbens ist groß – und wird immer größer. Je länger uns die Corona-Pandemie bedroht. Nicht nur in München. Die Rufe nach finanzieller Unterstützung werden immer lauter.

„Wir brauchen Rettungsschirme“

David Süß, Gesellschafter des Harry Klein und Münchner Stadtrat (Grüne), hat ganz konkrete Vorstellungen was Hilfen für Clubs angeht.

„Wir brauchen Rettungsschirme. Genau so wie zum Beispiel auch die Lufthansa gerettet wird“, sagt Süß. In der Gastronomie seien „sicher so viele Leute beschäftigt, wie in der ganzen Autoindustrie zusammen“.

Das Clubsterben in München wäre, erklärt Süß, auch für die Künstler existenzbedrohend. Ohne Auftritte kein Geld. Aber auch kein Publikum.

„Ohne Clubs, aber auch ohne Live-Bühnen, hätten wir für die Künstler gar keine Möglichkeit aufzutreten“, mahnt Süß.

Er erinnere sich gut, wie Paul Kalkbrenner 2004 im Harry Klein auflegte. „Und heute füllt er, denke ich, ganze Stadien“.

Die komplette Videoreportage finden Sie hier: LINK

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