Mit Meditation und Tanz gegen Corona-Maßnahmen

Mit Meditation und Tanz gegen Corona-Maßnahmen

Sie meditieren und tanzen gegen Corona-Maßnahmen – für Freiheit, Frieden und Selbstbestimmung. Jede Woche. Seit Anfang Mai. Einige Dutzend Demonstranten haben sich in München zusammengefunden um die auferlegten Regelungen im Freistaat kritisch zu hinterfragen.

Graciette, die Organisatorin der Meditationsdemos in München, sagt dazu: „Wir versuchen jetzt gerade, in diesen Zeiten, wo es um Spaltung geht, wo wir sehr in Angst leben, auf friedliche Art und Weise zusammen zu kommen“. Sie, aber auch die anderen Teilnehmer, seien erschrocken „über das was gerade politisch abläuft“.

Keine neuen Feindbilder schaffen

Sie wolle jedoch keine neuen Feindbilder schaffen. Es gehe ihr um Gemeinschaft, Frieden und Meinungsvielfalt.

 

„Wir sind weder linksradikal noch rechtsradikal, noch oben noch unten – ich fühle mich eher frei!“, erklärt die Schauspiel- und Meditationslehrerin.

Sie würde auch aus eigener Erfahrung wissen, welche verheerenden gesellschaftlichen Folgen die Kontaktverbote mit sich bringen würden.

„Ich habe meine Oma verloren, ohne dass ich sie besuchen durfte. Sie ist einsam gestorben – ohne Abschied nehmen zu können. Das ist ein bisschen menschenverachtend – meiner Meinung nach“.

„Na gut, dann gib mir die Nadel!“

Auch das teilweise kontrovers diskutierte Thema „Corona-Impfung“ steht auf der Tagesordnung.

Es sei schon zu viel, erklärt die studierte Sozialpädagogin, „wenn man dann zum Beispiel schon so darüber redet, dass man sagt: hey, die Leute die nicht geimpft sind, die dürfen dann halt nicht aus Deutschland raus“.

„Das ist dann offiziell kein Zwang, aber die Freiheitsrechte sind so eingeschränkt, dass dann jeder der ein bisschen Leben möchte sagt: na ja gut, dann gib mir die Nadel!“.

Graciettes Botschaft ist eindeutig: „Ich will mir selber sagen können – ich bin kurz aufgestanden und habe nein gesagt. So friedlich es geht. Ich werde nicht kämpfen, aber ich muss hier nein sagen“.

Bis auf Weiteres sei kein Ende der Demonstrationen in Sicht. Es werde so lange weitergehen, bis die Normalität zurückgekehrt ist.

Kein Ende der Demos in Sicht

Unterstützung beim Protest erhält die ausgebildete Schauspielerin von Veranstalterin Katya, ihres Zeichens – Anmelderin der Tanzdemonstration, die immer im Anschluss an die Meditation folgt. Die Tochter zweier Ärzte sieht mehrere Beschränkungen während der Corona-Pandemie kritisch.

„Maskenpflicht befürworte ich ehrlich gesagt nicht“, sagt die Münchnerin. „Ich kann mich vielleicht damit anfreunden, dass Abstand eingehalten wird, wenn die Virologen sagen, dass es notwendig ist, aber dann bitte konsequent und in allen Bereichen“.

Durch das gemeinsame Tanzen, würden die Menschen sehen, dass es auch in Corona-Zeiten „weiterhin erlaubt ist sich zu freuen“.

Die komplette Videoreportage finden sie hier.

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